Der Wunsch nach einheitlichen Regeln für die Orchideenpflege

Wer Orchideen erfolgreich pflegen will, muss zur Kenntnis nehmen, dass es keine einheitlich Regel gibt. Darauf ist auch der Kunde hinzuweisen.

Der Normalverbraucher möchte immer kurze Antworten, und dies ist nicht immer möglich. Der in die Tropen Reisende möchte wissen welche Schlange die giftigste ist, und die Medienwelt sucht dann ein Tier aus, welches zum giftigsten erklärt wird. Tatsache ist aber, dass es keine giftigste Schlange gibt. Es gilt der Grundsatz: Welche Schlange – wem – zu welchem Zeitpunkt – wohin beißt. Und da muss er bereits zur Kenntnis nehmen, dass es Schlangen mit verschiedenen Giften gibt. Das „Wem“ ist wieder vom Körpergewicht und Gesundheitszustand des Gebissenen abhängig. Der „Zeitpunkt“ erklärt sich durch den Tagesablauf. Ein Biss am Morgen oder in der Abenddämmerung verläuft anders als ein Biss bei einer Tagestemperatur über 30°. Und das „Wohin“ wird durch ein einfaches Beispiel verständlich. Wenn jemand von einer Grünen Mamba die als besonders giftig gilt, in bestimmte Zonen des Hinterteils, also in ein Fettgewebe gebissen wird, kann der Biss symptomlos, also relativ harmlos verlaufen. Wenn eine einheimische Kreuzotter, die eigentlich eher als harmlos gilt, die gleiche Person mit beiden Giftzähnen in ein Gefäß beißt, wird sich ohne Hilfe vermutlich der Tod innerhalb weniger Minuten einstellen.

Ebenso verhält sich das Denkmuster bei der Orchideenpflege.