Düngen epiphytisch wachsender Orchideen

In vielen Büchern kann man lesen, dass Orchideen nicht nur einen speziellen Orchi-deendünger benötigen, sonder überdies auf Düngersalze sehr empfindlich reagieren und deshalb nur wenig bis gar nicht zu düngen sind. Das ist nur zum Teil richtig. Und auch hier zeigt sich, dass die Pflege von Epiphytisch wachsenden Orchideen ein bestimmtes Grundwissen voraussetzt.

CAM – Mechanismus

Crassulaceen Säurestoffwechsel

C steht für die Gruppe der Crassulaceengewächse. Bei dieser Gruppe wurde der Mechanismus als erstes entdeckt.

A steht für Acidität = Das Maß für die Fähigkeit einer chemischen Verbindung, Protonen abzugeben. (Säureverhalten)

Basizität = das Maß für die Fähigkeit einer chemischen Verbindung, Protonen aufzunehmen. (Basenverhalten)

M steht für Metabolismus, also Stoffwechsel.

C3- Pflanzen & C4- Pflanzen

Der Name C4 leitet sich vom ersten Fixierungsprodukt ab, welches durch die Assimilation von Kohlenstoffdioxid entsteht. Während dies bei C3 Pflanzen eine Kohlenstoffverbindung mit 3 Kohlenstoffatomen ist, findet man in C4-Pflanzen  eine Verbindung mit 4 Kohlenstoffatomen. Bei C4-Pflanzen wird das für die Photosynthese benötigte Kohlenstoffdioxid in der Nacht aufgenommen und chemisch in Form von Apfelsäure in den Zellen gespeichert. Bei Tageslicht wird das Kohlenstoffdioxid aus der Apfelsäure wieder freigesetzt und dem Aufbau von Kohlenhydraten zugeführt. Das Temperaturoptimum der CO² Fixierung liegt bei C4-Pflanzen zwischen 30 und 40°C, während es für C3- Pflanzen bei 15 bis 20°C liegt. Zumindest alle epiphytischen Orchideen zählen zu den C4 Pflanzen.